
| Designer | Massimo Tamburini | Premiere | Misano 1983 |
| Produktions- zeitraum | 1983 – 1985 | Produzierte Stückzahl | 101 davon 23 Bausätze |
| Leistung | 81 KW (110 PS) | Hubraum | 1062 ccm |
| Höchst- geschwindigkeit | 245 km/h | Gewicht | Fahrbereit 239 kg Leergewicht 215 kg |
| Listenpreis | 33.400 DM (1984) 23.690 DM als Bausatz | Farben | 29 weiß / rot 46 rot / weiß / grün 24 rot / weiß / blau 2 grau |
| Technische Basis | Honda CB 1100 F | Honda CB 1100 R |
Zum 10-jährigen Firmenjubiläum kommt 1983 die HB3 als viertes Modell auf Basis des mit der HB2 eingeführten Rahmendesigns auf den Markt. Die HB3 nutzt die Technik der Honda CB1100 F, deren 4 Zylinder Vierventil-DOHC (über Tassenstößel betätigt) 110 PS leistet.
Der Unterschied zwischen der Technikspenderin und der HB3 ist, wie bei allen anderen Bimota Modellen bis Ende der 1980er Jahre erheblich. Die japanischen Motorradbauer überbieten sich in jener Zeit mit ihren exzellenten großvolumigen und leistungsstarken Motoren, setzen sie aber in konventionelle Fahrwerke ein. Damals wird für derartige Modelle der Begriff „Big-bike“ geprägt. Doch sie sind nicht nur groß im Sinne des Hubraums, sondern auch schwer. Die CB 1100 F wiegt fahrfertig immerhin 266 kg.
Bimota hat bei der HB3, trotz der zusätzlich verbauten Vollverkleidung, das Gewicht gegenüber der technischen Basis um fast 30 Kilogramm reduziert.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Honda_CB1100F_1983.jpg
Lizenzierungsbedingungen: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
Bei allen Modellen mit diese Rahmenkonstruktion sowie bei der DB1 sind von Bimota entwickelte fünfteiligen 16“ Aluminiumfelgen verbaut. Sowohl das Felgenbett als auch die Speichen bestehen aus jeweils zwei Stanzteilen aus Aluminium. Die Speichen sind mit der hohl gegossenen Nabe verschraubt. Das Felgenbett und die Speichen sind vernietet. Zusätzlich ist die Fuge im Felgenbett mit einer Schicht aus Kevlar verbunden, die die Stabilität erhöht und gleichzeitig abdichtet. Die 4,25“ Hinterradfelge wiegt lediglich 5,8 kg und kostete 1983 rund DM 2.200,00.

Im Heft 25/1983 testete MOTORRAD die HB3 in Italien und schreibt:
„… Verarbeitung und technische Ausführung sämtlicher Details der Bimota Produkte verhalten sich zu billigen Großserienexemplaren wie ein Teller Tagiatelle con Tartufo zu einer Schüssel Reis.“… „Die neue HB 3 besitzt … Qualitäten, die derzeit unumstritten das Maß aller Zweiraddinge sind. Trotz der eindeutig auf Handlichkeit ausgelegten Fahrwerkgeometrie mit erstaunlich geringem Radstand und zudem kurzen Nachlauf überzeugt das Bimota Chassis durch hervorragenden Geradeauslauf.“
Technische Daten und Messwerte aus MOTORRAD Heft 25/1983:
- Motor:
– luftgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, quer eingebaut
– Bohrung x Hub 70 x 69 mm
– Vier Ventile je Zylinder, zwei obenliegende Nockenwellen (dohc),
– Ventilbetätigung über Tassenstößel
– Ölkühler
– Hubraum 1.062 ccm
– Verdichtung 9,7 : 1
– Nennleistung 74 kW (100 PS) bei 8.500 U/min
– maximales Drehmoment 90 Nm bei 7.000 U/min
– vier Keihin Vergaser mit 33 mm Durchmesser
– kontaktlose Zündung
– Mehrscheiben Ölbadkupplung
– klauengeschaltetes Fünfganggetriebe - Fahrwerk:
– Gitterrohrrahmen
– Forcella Italia Telekopgabel vorn, 40 mm Standrohrdurchmesser
– siebenfache Dämpferverstellung, 140 mm Federweg
– zentrales De Carbon Gasdruck Federbein hinten
– Federbasis stufenlos verstellbar, Federweg 110 mm
– Radstand 1.435 mm
– Lenkkopfwinkel 61,5 Grad
– Nachlauf 87 mm
– 280 mm Doppelscheibenbremse vorn
– 280 mm Festsattelscheibenbremse hinten
– Bereifung hinten 150 / 80 VR 16, vorne 120 / 80 VR 16 - Abmessungen und Gewichte:
– Länge 2040 mm
– Sitzhöhe 730 mm
– Wendekreis 6.900 mm
– Gewicht vollgetankt 239 kg
– Verteilung 116 kg vorn, 123 kg hinten -> 48,5% / 51,5 %
– Tankinhalt 20,8 Liter, davon 2,7 Liter Reserve - Fahrleistungen:
– 0 – 100 km/h in 3,8 s
– 0 – 200 km/h in 14,0 s
– Durchzugsvermögen 60 – 140 km/h in 9,9 s
– Höchstgeschwindigkeit 235 km/h bei 8.970 U/min
– Bremsverzögerung 100 – 0 km/h in 49,1 m
– Verbrauch: 6,8 Liter / 100 km

