Auf der Eicma 2008 in Mailand stellt Bimota die DB7 mit dem Ducati 1098 Testastretta Evoluzione genannten Zweizylinder 90°V-Motor mit 4 Ventilen pro Zylinder vor. Der V2 hängt in einem Verbundrahmen aus ovalem Stahlrohr und Aluminium Frästeilen, an denen auch das freitragende Rahmenheck aus Kohlefaser verschraubt ist. Ab 2010 produziert Bimota die DB7 in der Sonderserie „Oro Nero“ – schwarzes Gold.

Im Vergleich zur konventionellen DB7 werden bei der Oro Nero die Stahlrohre des Verbundrahmens durch eine Kohlefaserkonstruktion aus ovalen Rohren ersetzt, die mit den aus der DB7 übernommenen Aluplatten verschraubt werden. Die Schwinge ist nach dem gleichen Prinzip gestaltet. Die Stahlrohre werden durch Kohlefaser ersetzt und mit den Aluplatten für die Achsaufnahmen und Kettenspanner verschraubt. Die Lagersitze und Achsaufnahmen werden aus Aluminium gefertigt und in die Karbonstrukturen einlaminiert. Im Ergebnis reduzieren Rahmen und Schwinge das Gewicht um sieben Kilogramm und das bei 30 Prozent höherer Steifigkeit. Sie ist das erste straßenzugelassenen Serienmotorrad mit Karbonrahmen und Karbonschwinge und ein weiterer technologischer Meilenstein der kleinen Edelschmiede aus Rimini.
Die hier gezeigte DB7 ist ein absolutes Einzelstück. Der italienische Käufer wollte unbedingt eine DB7 Oro Nero aber ohne Karbon-Chassis. Hintergrund für das fehlende Vertrauen in die Fahrwerksteile aus Karbon soll ein Bruch bei einem Karbonfaser-Anbauteil an einem seiner Motorräder (natürlich keine Bimota) gewesen sein. So hat er sich das Motorrad seinem Wunsch entsprechend mit Stahlrahmen und Schwinge als Sondermodell im Werk anfertigen lassen.
Inzwischen wurde die DB7 nach Deutschland verkauft und gehört neben weiteren Bimotas zu einer kleinen Sammlung. Ihr aktueller Besitzer gab ihr auch den Namen „Oro Carbonio“. Oro wegen der goldfarbenen Felgen und Carbonio wegen der immer noch reichlich vorhandenen Karbonteile.


