
| Designer | Pier Luigi Marconi | Premiere | Köln 1994 |
| Produktions- zeitraum | 1995 – 1996 | Produzierte Stückzahl | 376 |
| Leistung | 36 KW (48 PS) | Hubraum | 652 ccm |
| Höchst- geschwindigkeit | 196 km/h | Gewicht | vollgetankt 167 kg Trockengewicht 148 kg |
| Listenpreis | 20.150 DM (1995) | Farben | rot / silber |
| Technische Basis | BMW F 650 |
Die BB 1 ist neben der gleichzeitig präsentierten DB 3 Mantra das zweite Modell, das aus dem bei Bimota üblichen Modellrahmen fällt. Ausgerüstet mit dem Einzylinder Motor der BMW F 650 und mit für Bimota Verhältnisse bescheidenen 48 PS passt sie von den Daten her nicht zu den sonst üblichen Hochleistungssportlern. Doch die BB1 bietet mit einer extremen Fahrwerksgeometrie und geringen Gewicht Qualitäten, die das Motorradmagazin MO in der Ausgabe 5/1995 wie folgt zusammenfasst:
„1340 mm Radstand, 69 Grad Nachlaufwinkel und 78 Milimeter Nachlauf. Werte wie von einem Trail-Motorrad. … Perfekte Feder-Dämpferelemente, geschickte Gewichtsverteilung und vor allem geschmeidige Radialpneus mit großer Aufstandsfläche sind Garanten für hervorragende Pendeldämpfung. Und so glänzt Bimotas Supersingle mit einem Handling, dass dir beliebige Kurvenwahl auch noch in einer voll gezogenen 100 km/h Kurve ermöglicht und dennoch im rasanten Fünfter-Gang-voll-Eck exakt und ruhig auf der Bahn dahindonnert.“
Wie bei der DB3 besitzt die BB1 einen Aluminium Brückenrohrrahmen aus Ovalrohr, der jedoch im Bereich der Schwingenaufnahme mit aus dem vollen gefrästen Platten verschweißt ist. Die Aluminiumschwinge ist aus ovalen und runden Rohren gefertigt.

Den Leistungsdaten entsprechend rüstet Bimota die Bremsanlage mit nur einer 320er Scheibe mit einer Vierkolbenzange der Gold-Serie vorne und einer 230 mm Scheibe hinten aus.
Ein technisches Highlight, das erst bei genauem Hinsehen zu erkennen ist, ist der 16 l fassende Kraftstofftank, der unterhalb des Motors montiert und als Verkleidungsunterteil ausgeformt ist. Diese Lösung ermöglicht einen tieferen Schwerpunkt mit entsprechend positivem Einfluss auf das Fahrverhalten. Unter dem Monocoque ist daher Platz für die Elektrik und ein kleines Staufach. Der Tankstutzen befindet sich auf der linken Seite und ist oberhalb des Kühlers in die Verkleidung integriert.
Ein interessantes Designelement sind die Rückspiegel mit den integrierten Blinkern, die genau so bereits in der 1991 vorgestellten und futuristisch gestylten Gilera CX 125 verwendet werden.
Technische Daten und Messwerte aus mo Motorrad Magazin Heft 5/1995:
- Motor:
– flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Viertakt-Reihenmotor, quer eingebaut
– Bohrung x Hub 100 x 83 mm
– Vier Ventile je Zylinder, zwei obenliegende Nockenwellen (dohc),
– Ventilbetätigung über Tassenstößel
– Ölkühler
– Hubraum 652 ccm
– Verdichtung 9,5 : 1
– Nennleistung 35 kW (48 PS) bei 6.500 U/min
– maximales Drehmoment 60 Nm bei 6.000 U/min
– zwei Mikuni Gleichdruck-Vergaser mit 33 mm Durchmesser
– kontaktlose Digitalzündung
– Ölbadkupplung
– klauengeschaltetes Fünfganggetriebe
– Trockensumpfschmierung mit Kunststoff-Oltank im Lenkkopfdreieck - Fahrwerk:
– Leichtmetall-Ovalrohr-Brückenrahmen
– Paioli Teleskopgabel vorn, 43 mm Standrohrdurchmesser
– Zugstufendämpfung einstellbar
– direkt angelenktes Paioli Federbein hinten
– Zug-, Druckstufendämpfung, Vorspannung und Federbeinlänge einstellbar
– Radstand 1.340 mm
– Nachlaufwinkel 69 Grad
– Nachlauf 78 mm
– 320 mm Scheibenbremse mit Vierkolben Festsattel vorn
– 230 mm Festsattelscheibenbremse hinten
– Bereifung hinten 160 / 60 ZR 17, vorne 120 / 70 ZR 17
– Anterra Leichtmetall Gußräder, hinten 5.00 x 17, vorne 3.50 x 17 - Abmessungen und Gewichte:
– Länge 2040 mm
– Sitzhöhe 830 mm
– Gewicht vollgetankt 160 kg
– Tankinhalt 16 Liter

